Wir haben uns vorgenommen, das Ruhrgebiet zu erkunden und im April 2026 mit Duisburg begonnen.
Der Hauptbahnhof im Stil der klassischen Moderne der 1930er Jahre führt uns in die Fussgängerzone der Königstraße. Eine breite, begrünte Allee. Die Geschäfte erregen in uns allerdings keine Kaufgelüste. Am Ende der Strasse liegt das Rathaus im Neo-Barock-Renaissance-Stilmix
In Hamborn und Marxloh stehen viele Gebäude aus der Bauhaus-Zeit der 1920er Jahre. Eine Architekturepoche, die uns sehr interessiert und die wir auf unseren Reisen durchs Ruhrgebiet immer mal wieder aufspüren werden. Die damals noch eigenständige Stadt Hamborn erlebte durch die Zeche Neumühl einen enormen Aufschwung und wurde 1925 eine Großstadt mit 125.000 Einwohner*innen, die umfassenden Wohnungsbau erforderlich machte. Heute stehen viele Gebäude und Siedlungen unter Denkmalschutz.
Am Innenhafen liegen umgewidmete Industriebauten. Die Küppersmühle beherbergt hier ein großes Museum zeitgenössischer Kunst. Auf über 6000 qm werden die Sammlungen von Hans Grothe und Sylvia Ströher präsentiert. Die Küppersmühle ist dafür edelst um- und ausgebaut worden. Neu gestaltete Treppenhäuser verbinden die vier Etagen mit großzügigen White Cubes. In der Sammlung befinden sich Werke aller wichtigen deutschen Künstler der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts. Es sind aber zu so gut wie nur männliche Künstler vertreten und die Sammlung verdeutlicht damit eine bestimmte Haltung. Vor dem Museum liegt die U-Boot Skulptur von Andreas M. Kaufmann und Hans Ulrich Reck im Innenhafen. Auf ihr ist spiegelverkehrt bzw. von innen zu lesen: ICH KANN, WEIL ICH WILL, WAS ICH MUSS.
Duisburg war ein guter Auftakt unserer Ruhrgebietserkundung. Wir werden hier weiterziehen und in unregelmäßigen Abständen davon berichten.